Herstellung eines Kondoms

Die Herstellung eines Kondoms aus Latex.

Im Laufe der letzten Jahrzehnte wurden für die Herstellung von Kondomen die
verschiedensten Materialien verwendet.


Die heutigen Kondome bestehen beinahe ausschließlich aus Gummi, ge-
nauer gesagt aus Naturkautschuklatex. Der Naturkautschuk, eine dick-
milchige Flüssigkeit, wird aus der Rinde der Gummibäume gewonnen. Die
Gummibäume werden vorrangig in Asien, aber auch in Südamerika an-
gebaut. Zur "Ernte" wird die Rinde dieser Bäume mit einem scharfen
Messer auf einer Länge von etwa 10 cm angeritzt. Aus diesem Spalt
rinnt dann der Saft am Stamm hinunter in eine Auffangschale.

Kondome sind bisher die einzige Möglichkeit zur Vorbeugung von Aids und
schützen vor vielen sexuell übertragbaren Krankheiten.Kondome verhindern,
(wenn auch nicht 100%ig) ungewollte Schwangerschaften und sind neben
der Pille das zweitbeliebteste Verhütungsmittel.

Dieses reine Naturprodukt wird dann in den Fabriken aufbereitet und
weiterverarbeitet. Für Weiterverarbeitung zum Kondom muss die Konsi-
stenz des Naturkautschuks sehr fein sein. Daher wird die Masse in tech-
nisch sehr aufwendigen Verfahren gerührt und haltbar gemacht. Der
Naturkautschuk reift in dieser Verarbeitungsphase. Wenn die Masse
dann dünnflüssig und gleichmäßig fein ist, werden lange Reihen von Glas-
kolben mehrmals in die Mischung eingetaucht. Die Glaskolben haben die
Form eines stilisierten Penis. Zwischen den Tauchvorgängen werden die
mit Gummi benetzten Glaskolben getrocknet und besitzen nun eine dünne
Haut aus Latex.
Damit ist das eigentliche Kondom entstanden.

Nun muss noch der Rollrand angebracht werden. Mit diesem Rand wird
zum einen das Abrollen des Kondoms vom Glaskolben ermöglicht, zum
anderen aber auch das Überziehen bzw. Abrollen über den Penis.


Nun folgt der Schritt, der das Latex dauerhaft dehnbar und haltbar macht,
das Vulkanisieren. Dazu werden die noch am Glaskolben befindlichen Kon-
dome etwa 20 bis 30 Minuten lang bei über 100° Celsius "gebacken".
In einem weiteren Arbeitsschritt werden die Beschichtungen aufgebracht.
Dies können Aromen sein, aber auch Gleitfilme oder spermienabtötende Mittel.
Nun können die Kondome von den Glaskolben abgerollt und in zusammen-
gerolltem Zustand verpackt werden. Natürlich werden ständig Stichproben
auf die vorgeschriebenen Qualitätsmerkmale hin untersucht.

Aber selbst durch die Vulkanisation sind die Kondome nicht für immer zu
gebrauchen. Um die gewünschten Schutzfunktionen zu gewährleisten (Em-
pfängnisverhütung und Schutz vor Krankheiten und Infektionen), werden
für die Haltbarkeit von Kondomen meist 4 Jahre angegeben, bei richtiger
Lagerung. Jedes Kondom ist einzeln verschweißt. Zur Lagerung darf die
Verpackung eines Kondoms nicht beschädigt werden. Kondome sollten kühl
gelagert werden, damit das Latex nicht austrocknet und brüchig wird.

Die neueste Generation von Kondomen wird aus Polyethylen (PE) oder
Polyurethan (PUR) hergestellt. Eine alternative Produktionsmöglichkeit
wurde notwendig, weil in den letzten Jahren zunehmend Latex-Allergien
bei den Benutzern auftraten, sowohl beim Mann, als auch bei der Frau.


Kondome sind für Frauen und Männer das zweitbeliebteste Verhütungsmittel nach der Pille. Über 30 Prozent der Männer verhüten mit Kondom. Es gibt sie in verschiedensten Variationen: Glatt, genoppt, gerillt, mit Geschmack, farbig, groß, klein, anatomisch geformt. Für jeden Geschmack ist etwas dabei. Mit einem Kondom verhindern Sie bei richtiger Anwendung nicht nur ungewollte Schwangerschaften, Kondome sind bis heute auch der einzige Schutz vor Aids und andere sexuell übertragbaren Krankheiten.

Gesundheit und Hygiene sind heute wichtiger denn je. Aufgrund der Vielfalt der angebotenen Artikel macht es heutzutage sogar richtig Spass, Kondome, Gleitmittel und Öle zu verwenden. Nie war es einfacher und lustvoller, auf Gesundheit , Sicherheit und Hygiene zu achten.

Sind Kondome sicher?
Bei richtiger Verwendung sind Kondome sehr sicher.
Sie sollten nur Markenartikel mit Prüfsiegel (CE) verwenden. Die Quote der ungewollten Schwangerschaften mit dieser Verhütungsmethode liegt bei ca. 3 - 10 Prozent, wobei die Schwangerschaften meist durch unsachgemäße Anwendung zustande kommen.
Kondome bestehen aus einer Gummi-Mischung. Wie bei allen anderen Gummiprodukten auch, kann das Gummi der Kondome trocken und porös werden. Daher können alte Kondome reißen oder durchlässig werden. Achten Sie deshalb unbedingt auf das Verfallsdatum. Auch sollten Sie das Kondom nicht aus beschädigten Packungen verwenden. Kondome sollten kühl und trocken gelagert werden, denn auch Temperaturschwankungen können das Material porös werden lassen. Temperaturschwankungen haben Sie oft bei Automaten.
Kondome benutzen

Eine Gebrauchsanweisung ist meistens in jeder Kondompackung dabei. Kondome sind nur bei sachgemäßer Anwendung sicher. Wenn Sie im Umgang mit Kondomen und deren Anwendung noch unsicher sind, empfehlen wir, dass Sie vorher das Entnehmen aus der Packung, das Überstreifen und auch das Abnehmen mehrfach üben.
Bei manchen Menschen treten Latex-Allergien auf. Für diese Fälle gibt es auch latexfreie Kondome (auch Polyurethan-Kondome genannt).
Beachten Sie bitte, dass selbst bei sachgemäßer Benutzung wie bei allen Verhütungsmitteln immer ein Restrisiko besteht.

Geschmacksrichtungen

Es gibt Kondome mit Minzegeschmack, Erdbeeraroma, Bananengeschmack,
Sckoko, Vanille und andere mehr.
Geschmacksvariationen wurden als Beschichtung auf die Kondome aufge-
bracht, weil der Geschmack des Latex beim Oralverkehr als störend em-
pfunden wurde. Früher wurde das Kondom erst für den eigentlichen Akt
übergezogen. Der Oralverkehr galt als ungefährlich hinsichtlich der Em-
pfängnisverhütung. Da in den letzten Jahren aber - neben der Empfäng-
nisverhütung - auch der Schutz vor Krankheiten und Infektionen in den
Vordergrund gerückt ist, wird das Kondom meist schon nach einer kurzen
manuellen Stimulanz des Penis übergestreift und erst dann mit dem Oral-
verkehr begonnen.

Farben

Einhergend mit den verschiedenen Geschmacksrichtungen wurden die
Kondome natürlich auch farblich variiert. Die verschiedenen Farben regen
die Phantasien an und sorgen für Abwechslung im Liebesspiel.
Die schwarze Farbe der Kondome wurde jedoch entwickelt, um dem in
Europa vorwiegend hellhäutigen Penis negride Züge zu verleihen. Zahl-
reiche Frauen träumen davon, einmal mit einem dunkelhäutigen Mann zu
schlafen. Man sagt dunkelhäutigen Männern eine enorme Penisgröße und
Ausdauer nach. Schwarze Kondome können die Phantasie anregen und
den Beischlaf mit einem dunkelhäutigen Mann suggerieren.

Farbige und aromatisierte Kondome gibt es von mehreren Herstellern.
Formen und Größen

Ebenso wie die Brust bei Frauen überaus unterschiedlich ausfällt, ist auch
der Penis des Mannes sehr unterschiedlich geformt. Daher sind auch die
persönlichen Anforderungen an ein Kondom sehr verschieden. Obwohl
die meisten Kondome in den "Standardmaßen" nach der EuroNorm (siehe:
Die Qualität) hergestellt werden, gibt es inzwischen Kondome in Über-
größen, aber auch extra kleine Kondome.
Darüber hinaus werden verschiedene Kondomformen angeboten. Diese
Formen werden als "talliert", "zylindrisch" oder "anatomisch" bezeichnet.